The Time is so little, the time belongs to us…

ein wenig Erweiterndes im Selbstverständnisses

Es gab nochmal einen Vorschlag für das Selbstverständnis in einer bisschen abgeänderten Version:

Let´s push things forward – put politics back into Hardcore! “It´s more than music!” Diese Beschreibung von Hardcore lässt viel Spielraum für Definitionen. Wenn wir über die Hardcore- Szene sprechen als eine Subkultur, in der sich die unterschiedlichsten Menschen weltweit zu Hause fühlen, dann kann es auch keine einzig gültige Definition geben. Fest steht: Hardcore war immer eine politische Jugendkultur mit dem Willen, Dinge zu verändern, alte Strukturen zu sprengen und einen eigenen Weg zu gehen. So ist eine Szene entstanden, die von den Ideen und dem Engagement jedes einzelnen lebt und getragen wird. Mit der Zeit haben diese Wurzeln jedoch mehr und mehr an Relevanz verloren. Breite Teile der Szene definieren sich heute fast ausschließlich durch ihren Konsum. Buntes Vinyl, die richtigen Sneaker und coole Tattoos ersetzen allzu oft ein politisches Selbstverständnis. Eine starke und große Überschneidung zwischen der Musik- und der Politszene, wie sie noch vor einigen Jahren total üblich war, wird immer seltener. Shows werden zur Modenschau und Messageboards zur identitätstiftenden Scheinwelt. Politische Inhalte oder gegenkulturelle Ansätze werden verdrängt. So entsteht vielerorts eine Szene, die sich gerade nicht mehr als wichtigen Teil einer politischen Bewegung definiert. Unser Ziel ist es nicht nur ein politisches Bewusstsein zu stärken, sondern auch für eine politische Praxis zu werben.

Als aktive Menschen aus der Szene haben wir den Anspruch dies nicht nur durch Flugblätter, Absichtserklärungen und Demos zu tun, sondern in unserem direkten Umfeld auf den Konzerten, durch Bands, in Fanzines, in Record Stores, durch Kunst, Platten, einfach durch alles was die Punk und Hardcore- Szene anschneidet, die Leute zu motivieren sich mit Inhalten auseinander zusetzen, aktiv zu werden und selbst Aktionen zu initiieren.

Angefangen hat es mit einer Konzertreihe die den Fokus auf konkrete politische Ereignisse lenkt, um so eine Sensibilisierung innerhalb der Hardcoreszene für konkrete uns betreffende politische Themen und Aktionen zu erreichen. Hier ging es zum einen um die Information und Mobilisierung zum aktiven Widerstand gegen einen Naziaufmarsch.

Ein schwindendes linkes Bewusstsein innerhalb der Hardcore-Szene hat vielerorts dazu geführt, dass rechte Unterwanderungsversuche stillschweigend hingenommen wurden. Nazis intervenieren zunehmend in allen Jugendkulturen. Das gängige Bild vom Bonehead in Springerstiefeln ist längst passé. Mit einem modernisierten Lifestyle wird versucht den Bedürfnissen rechtsextremer Jugendlicher entgegen zukommen nach einem zu Hause in einer etablierten alternativen Szene. Je weniger ausgeprägt ein antifaschistisches und antirassistisches Selbstverständnis in jener ist, desto leichter fällt es ihnen ehemals links dominierte Szenen zu „erobern“. Es steht in der Verantwortung jede_r Einzelnen, Nazis und ihrer rassistischen Ideologie entgegenzutreten, sei es innerhalb der Szene oder auf den Straßen in denen sie marschieren und ihre Ideologie verbreiten.

Die Hardcore-Szene schaute schon immer über den Tellerrand festgefahrener herrschender Normen und Werte in der Gesellschaft. So wurden nicht nur Antifaschismus und Antirassismus thematisiert. Daneben spielten Themen wie z.B. Tierrechte, Antikapitalismus, Antisexismus und Freiräume eine prägende Rolle.

Vom 27.Mai – 01.Juni finden die „Wir Bleiben Alle!- Freiraum-Aktionstage“ in Berlin statt. Solidarität gilt es zu zeigen auch mit den akut räumungsbedrohten Freiräumen in Berlin. So ist die Lage der Rigaerstr. 94, des Subversiv, des XB-Liebig, des Schwarzen Kanals und vielen anderen Projekten weiterhin kritisch. Eine breite Kampagne, getragen von Gruppen aus sämtlichen Spektren, kämpft für den Erhalt dieser Freiräume. Autonome Hausprojekte wie die Köpi, Rigaer 94, Subversiv und das XB-Liebig, sind notwendig für eine linke Szene. Sie bieten Raum für Diskussionen, politische Arbeit, Selbstorganisation, unkommerzielle Shows und vor allem Selbstbestimmung. Hier findet auch die Hardcore-Szene ein zu Hause und hat die Möglichkeit sich zu entfalten. Deswegen gilt es, sich mit den bedrohten Freiräumen zu solidarisieren und an diesen Tagen aktiv zu werden.

Die Kampagne „Let`s push things forward” – Put Politics back in Hardcore! ist von verschiedenen politisch motivierten Konzertgruppen und Einzelpersonen ins Leben gerufen worden in der Hoffnung einen Rahmen zu schaffen in dem Menschen motiviert werden sich miteinander zu vernetzen, auszutauschen und aktiv zu werden.

3.Mai Berlin – Festsaal Kreuzberg

Vorraussichtlich wird es zum Konzert und zu den Vorträgen auch einen Faltflyer geben der die Besucher_innen mit weiteren Informationen versorgen wird.

Abuje – Hardcore is more than music

Schon etwas her als der Text in dem Lichtenberger Zine „Abuje“ erschien. Worte die nicht an Aktualität eingebüßt haben sollten. Allein aus dem Grund weil einige von euch Platten von den zitierten Bands im Schrank oder dauerrotierend auf dem Plattenteller haben werden. Worte von AgainstAll@H-Town Hardcore

Abuje – Hardcore is more than music

Abuje – Skateboarding und Punkrock

Eine kleine Geschichte mit Bedeutung über das Aufwachsen von ein paar ungezähmten Kids in zwei rasanten Subkulturen. Worte von PunkPlanet@H-Town Hardcore

Abuje – Skateboarding und Punkrock

Lets Fight White Pride

Ein Text der einfach nicht auf dieser Seite fehlen darf! Und um ihn nun noch einmal ins Bewusstsein zu rufen jetzt auch bei uns im Blog.

Den Worten Taten folgen lassen

Ende der Neunziger Jahre wurde die „Good Night White Pride“ Kampagne von Menschen aus der Hardcore-Szene ins Leben gerufen um gegen die steigende Präsenz von Nazis und Rassisten bei Konzerten vorzugehen. Der Initiative von wenigen Leuten schlossen sich schnell Bands, Konzertveranstalter, Jugendzentren und viele weitere an und das Ziel der Kampagne wurde wie folgt formuliert:

„Die Idee, die hinter der Kampagne steckt, ist simpel und straight: Da weder Rasssisten noch Faschisten etwas übernatürliches sind, kann man sie ohne weiteres bekämpfen. Dazu muss deutlich werden, dass die Hardcore-Szene ihnen keinen Millimeter Platz zugesteht. Die Stärke des Faschismus wie des Rassismus rührt aus der Vereinzelung seiner entschiedensten Gegner her. Hardcore ist keine Bewegung von und für Sozialarbeiter! Wenn bei HC von Straßenkultur die Rede ist, so ist das nicht etwa als kulturelles
Rahmenprogramm für Streetworker zu verstehen, sondern als offensive Verteidigung unanfechtbarer Grundwerte des HC! Deshalb ist die Kampagne als Plädoyer für aktiven und direkten Aktionismus zu verstehen, der den Rassisten und Faschisten z.B. bei Konzerten deutlich macht, dass sie von den Ideen des Hardcore nicht toleriert werden!“

Seit dem hat sich eine Menge getan, so ist die Kampagne zu einer der erfolgreichsten Kampagnen der alternativen Konzertkultur gegen Nazis und Rassisten geworden. Bei Konzerten wurden diese offensiv aus den Veranstaltungsorten verbannt und ihnen klar gemacht, dass sie dort nichts zu suchen haben. Es wurden neue Festivals und Konzerte ins Leben gerufen, die sich den Gedanken der Kampagne zu Eigen und schon von Beginn an klar machten, dass sie das Auftauchen rechten Gedankenguts jeglicher Art nicht tolerieren werden.

Ein weiteres Indiz für den Erfolg der Kampagne ist die Verbreitung des Kampagnenlogos. Wurde dies Anfangs nur zaghaft von vereinzelten Veranstaltern auf Konzertplakaten angebracht ist es nun aus der alternativen Musikszene nicht mehr wegzudenken. So zeigt es auf Plakaten, T-Shirts, Buttons, am Eingang von Veranstaltungsorten oder Läden was die Grundintention der Personen und Orte ist. In der Hardcore Szene beginnend hat sich somit eine Kampagne durch die gesamte alternative Musikrichtung von Punk bis Pop verbreitet und ist zu einem Synonym für den offensiven Kampf gegen Nazis und Rassisten jeder Couleur geworden.

Aber auch in der übrigen Gesellschaft hat sich seit der Gründung der Kampagne eine Menge getan. So sitzen rechte Parteien in den Parlamenten mehrerer Bundesländer und haben in vielen Regionen vor allem auf kommunaler Ebene eine zuvor nicht gekannte Stärke erreicht. Rechtsextreme Kameradschaften und Strukturen haben einen großen Zulauf und greifen in zunehmendem Maß wieder Menschen an, die nicht in Ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Auch die in letzter Zeit geführte öffentliche Diskussion zum antisemitischen und rassistischen Verhalten von Teilen der Bevölkerung zeigt nur, dass es noch nicht an der Zeit ist sich auf den Lorbeeren erfolgreicher Kampagnen auszuruhen.
Obwohl diese Tendenzen im Gegensatz zum Ende der 90er Jahre eine größere Präsenz in den Medien haben, es den Aufruf von Politikern gibt etwas gegen rechtsextreme Tendenzen zu unternehmen, werden sie von vielen Leuten hingenommen. Ein diskutiertes Verbot rechtsextremer Parteien vergisst, dass das menschenverachtende Gedankengut in den Köpfen auch ohne Parteien funktioniert und tötliche Konsequenzen nach sich zieht. Der Kampf gegen Nazis und Rassisten muss also gerade durch die Initiative von Konzertbesuchern, Kampagnen oder im Freundeskreis stattfinden.

Leider wird aber gerade diese Eigeninitiative von jungen Menschen, die Ihren Unmut nach außen durch Symboliken wie das Good night white pride Logo darstellen durch Polizei und Staatsanwaltschaft zunehmend kriminalisiert. So wird wie im Fall des durchgestrichenen Hakenkreuzes, bei welchem die Stuttgarter Staatsanwaltschaft die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole sehen will, gegen Personen vorgegangen, die das „Good Night White Pride“ Logo auf Buttons, Aufnähern oder T-Shirts tragen. Das dies vor allem Leute trifft, die sich offensiv gegen Rechtsextreme äußern scheint in Kauf genommen zu werden, wenn es nicht sogar das berechnete Ziel der polizeilichen Maßnahmen ist. So gab es in Berlin mehrere Fälle bei denen Personen mit dem Tragen der Ansteckern mit dem Good night white pride Logo ein Aufruf zur Gewalt konstruiert wurde. Auch in Leipzig wurden während der Proteste gegen einen Naziaufmarsch am 03.10.2006 etwa 150 vor allem junge Menschen wegen des Tragens von antifaschistischer und antirassistischer Symboliken in Gewahrsam genommen. Somit wird in zunehmender Weise versucht antifaschistischen Protest zu kriminalisieren.
Natürlich lassen wir uns weder von neuen Bestrebungen von Rechtsextremen Fuß in einigen Musikszenen zu fassen, noch von der Repression staatlicher Organe die erfolgreiche Kampagne vermiesen. Auch sehen wir, dass das Tragen des GNWP-Logos teilweise zum beliebigen Lifestyle geworden ist.

All diese Tatsachen haben uns dazu bewegt nun noch einmal kräftig in die Offensive zu gehen und der Kampagne „Good Night White Pride“ eins drauf zusetzen.
So starten wir die Kampagne „Let´s Fight White Pride“, welche Klarmachen soll, dass es an der Zeit ist den Worten („Good Night“) wieder Taten („Let´s Fight“) folgen zu lassen. Mit der Veröffentlichung eines neuen Logos und Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe einer Internetseite, Plakaten und Flyern wollen wir auf die aktuelle Situation aufmerksam machen und der Kampagne gegen Nazis und Rassisten in der Musik und der Gesellschaft neuen Schwung geben.

Den Worten Taten folgen lassen: „Let´s Fight White Pride!“
Fight the „White Power Movement“!

www.letsfightwhitepride.de

Let´s push things forward

Let´s push things forward – put politics back into Hardcore! “It´s more than music!” Diese Beschreibung von Hardcore lässt viel Spielraum für Definitionen. Wenn wir über die Hardcore Szene sprechen als eine Subkultur, in der sich die unterschiedlichsten Menschen weltweit zuhause fühlen, dann kann es auch keine einzig gültige Definition geben. Fest steht: Hardcore war immer eine politische Jugendkultur mit dem Willen, Dinge zu verändern, alte Strukturen zu sprengen und einen eigenen Weg zu gehen. So ist eine Szene entstanden, die von den Ideen und dem Engagement jedes einzelnen lebt und getragen wird. Mit der Zeit haben diese Wurzeln jedoch mehr und mehr an Relevanz verloren. Breite Teile der Szene definieren sich heute fast ausschließlich durch ihren Konsum. Buntes Vinyl, die richtigen Sneaker und coole Tattoos ersetzen allzu oft ein politisches Selbstverständnis. Eine starke und große Überschneidung zwischen der Musik- und der Politszene, wie sie noch vor einigen Jahren total üblich war, wird immer seltener. Shows werden zur Modenschau und Messageboards zur identitätstiftenden Scheinwelt. Politische Inhalte oder gegenkulturelle Ansätze werden verdrängt. So entsteht vielerorts eine Szene, die sich gerade nicht mehr als wichtigen Teil einer politischen Bewegung definiert. Unser Ziel ist es nicht nur ein politisches Bewusstsein zu stärken, sondern auch für eine politische Praxis zu werben. Als Veranstalter haben wir den Anspruch dies nicht nur durch Flugblätter, Absichtserklärungen und Demos zu tun, sondern in unserem direkten Umfeld auf den Konzerten die Leute zu motivieren aktiv zu werden. Diese Konzertreihe soll den Fokus auf zwei Termine im Mai lenken und so eine Sensibilisierung innerhalb der Hardcoreszene für konkrete uns betreffende politische Themen erreichen. Zum einen wollen wir aktiv für den Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai in Hamburg mobilisieren. Ein schwindendes linkes Bewusstsein innerhalb der Hardcoreszene hat vielerorts dazu geführt, dass rechte Unterwanderungsversuche stillschweigend hingenommen wurden. Nazis intervenieren zunehmend in allen Jugendkulturen. Das gängige Bild vom Bonehead in Springerstiefeln ist längst passé. Mit einem modernisierten Lifestyle wird versucht den Bedürfnissen rechtsextremer Jugendlicher entgegenzukommen nach einem Zuhause in einer etablierten alternativen Szene. Je weniger ausgeprägt ein antifaschistisches und antirassistisches Selbstverständnis in jener ist, desto leichter fällt es ihnen ehemals links dominierte Szenen zu erobern. Es steht in der Verantwortung jedes einzelnen, Nazis und ihren rassistischen Ideologien entgegenzutreten, sei es innerhalb der Szene oder am 1.Mai auf den Straßen Hamburgs. Vom 30.Mai-02. Juni sind die Köpi-Aktionstage,aber auch wenn die unmittelbare Räumungsdrohung für das Haus abgewendet ist bedeutet das nicht, dass Mensch sich nun zurücklehnen kann. Solidarität gilt es zu zeigen auch mit den andereren akut räumungsbedrohten Freiräumen in Berlin. So ist die Lage der Rigaer 94, des XB-Liebig und des Schwarzen Kanal weiterhin kritisch. Eine breite Kampagne, getragen von Gruppen aus sämtlichen Spektren, kämpft für den Erhalt dieser Freiräume. Autonome Hausprojekte wie die Köpi,Rigaer 94 und des XB-Liebig , sind unersetzbar für eine linke Szene. Sie bietet Raum für Diskussionen, politische Arbeit, Selbstorganisation und vor allem Selbstbestimmung. Hier findet die auch die Hardcoreszene ein Zuhause und hat die Möglichkeit sich zu entfalten. Deswegen gilt es, sich mit der Köpi und den vielen weiteren bedrohten Projekte zu solidarisieren. Die Kampagne „Let..s push things forward” ist von verschiedenen politisch motivierten Konzertgruppen und Einzelpersonen ins Leben gerufen worden.

Let`s push things forward auf MySpace: www.myspace.com/pushingforwardcrew